„Mario Merz“

„Mario Merz“
Skulpturenhalle der Thomas Schütte Stiftung
, Neuss
10.04. – 14.08.2016

Skulpturenhalle der Thomas Schütte Stiftung in Neuss
Tolle Architektur: die neue Skulpturenhalle der Thomas Schütte Stiftung in Neuss

Und schon wieder hat Neuss etwas Neues für Kunstliebhaber im Portfolio! Just Anfang April öffnete die Skulpturenhalle der Thomas Schütte Stiftung ihre Pforten. Der nach einem Modell des bedeutenden deutschen Bildhauers gebaute Ausstellungsraum – anfänglich eine flach aufliegende Streichholzschachtel mit einem gewellten Kartoffelchip als Dach – liegt in direkter Nachbarschaft zur Langen Foundation  und zur Stiftung Hombroich mit dem Kirkeby-Feld, dem Museum Insel Hombroich und der Raketenstation inklusive Siza-Pavillon.
Für uns erscheint der Bau bereits von Ferne bei der Anfahrt über den Feldweg als architektonischer Traum: Schlicht, vor allem aus Holz, Stein und Beton – einfach wunderschön! In einem nicht minder formschönen Anbau findet man das Dienstgebäude inklusive Kasse und Bibliothek. Und unsichtbar, da unterirdisch, gibt es zudem noch ein 700 qm großes Lager, in dem sowohl Schütte als auch seine Stiftung zahlreiche Arbeiten und Archivmaterialien aufbewahren.
Den Anfang einer sicherlich erfolgreichen Ausstellungsreihe – man plant einen Turnus von zwei Schauen pro Jahr – macht Mario Merz, ein mir bis dahin nicht bekannter Künstler aus Mailand (*1925, +2003) und Hauptvertreter der Arte Povera. Gezeigt werden die für Merz wohl typischen Skulpturen aus diversen Materialien wie z.B. Glas, Stein, Metall und/oder Reisigbündel in Igluform – für den Künstler eine Metapher für die ideale Form des Ursprünglichen. Zudem farbige Wandgemälde, oft in Kombination mit Neonschriftzügen der Fibonacci-Zahlenreihe „1-1-2-3-5-8-13-21-34-55-89-144-…“ – eine bereits in der Antike den Griechen und Indern bekannte unendliche Folge von natürlichen Zahlen, mit der noch heute klassischer Weise Wachstumsvorgänge in Flora und Fauna erklärt werden.
Alles in allem ein wirklich lohneswerter Besuch. Und eines ist Euch natürlich klar: Wir freuen uns schon heute auf die erste Thomas-Schütte-Ausstellung und werden garantiert an dieser Stelle davon berichten! -AEK

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