“Olafur Eliasson – Werke aus der Sammlung Boros 1994 – 2015”

“Olafur Eliasson – Werke aus der Sammlung Boros 1994 – 2015”
Olafur Eliasson

Langen Foundation, Neuss
18. April bis 10. Oktober 2015

„Das Gebäude der Langen Foundation ist das größte Kunstwerk, das ich jemals erworben habe.“ – eine überaus treffliche Aussage der Sammlerin Marianne Langen über „ihr“ Museum, erbaut vom japanischen Stararchitekten Tadao Ando.

Die Neusser Langen Foundation zeigt Werke von Olafur Eliasson
Die Neusser Langen Foundation zeigt Werke von Olafur Eliasson

Aktuell präsentiert werden in diesem architektonischen Meisterwerk auf der Neusser Raketenstation zahlreiche spannende Arbeiten von Olafur Eliasson. Sie alle stammen aus der privaten Kunstsammlung von Christian Boros, dem deutschen Medienunternehmer, der bereits vor mehr als 20 Jahren zu den ersten Fans des dänisch-isländischen Künstlers zählte und somit heutzutage eine der umfangreichsten Eliasson-Sammlungen weltweit sein Eigen nennen darf.

Neben traditionellen Arbeiten wie der Fotostrecke „The glacier series“ und zwei brillanten, in Öl auf Leinwand gemalten „Colour experiments“ kann man vor allem die für Olafur Eliasson typischen, nicht selten an physikalische Experimente erinnernden Installationen aus meist einfachen Materialien wie z.B. Holz, farbigem Licht, spiegelnden Oberflächen oder eingefärbten Gläsern und Folien bestaunen. Und natürlich hängt in dieser Werkschau auch ein oszillierender Ventilator von der Decke!

Unser Eindruck beim Besuch an einem Sonntagnachmittag: Die Ausstellung in der Langen Foundation weckt bei vielen Besuchern geradezu eine Art Forscherinstinkt. Da wird sehr intensiv geschaut und gestaunt und gerätselt.

Zwei weitere Kunstempfehlungen in diesem Zusammenhang: In Kombination mit dem Besuch der Langen Foundation bietet sich natürlich auch ein Abstecher zum direkt benachbarten Museum Insel Hombroich, zur Raketenstation Hombroich und zum Kirkeby-Feld an.

Und wenn jemand mal wieder in Berlin ist: Unbedingt rechtzeitig um eine Führung durch Christian Boros’ Privatmuseum – ein umgebauter Bunker in Berlin-Mitte – kümmern. Es lohnt sich!  -AEK