Archiv für den Monat: Juni 2016

“Alberto Burri: Das Trauma der Malerei”

“Alberto Burri: Das Trauma der Malerei”
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, K21 Ständehaus
05. März bis 03. Juli 2016

Alberto Burri im Untergeschoss des Düsseldorfer Staendehauses
Alberto Burri im Untergeschoss des Düsseldorfer Staendehauses…

Die meisten denken bei „großartige italienische Kunst“ sicherlich zuerst an das Werk Leonardo da Vincis, Raffaels oder Sandro Botticellis – mir, als Fan der gegenstandslosen Malerei, fallen hierbei sofort Lucio Fontana, Piero Manzoni und Alberto Burri ein.
Letzterer wäre letztes Jahr 100 Jahre alt geworden – Grund genug für die Kunstsammlung NRW, gemeinsam mit der New Yorker Solomon R. Guggenheim Foundation die Retrospektive „Alberto Burri: Das Trauma der Malerei“ auf die Beine zu stellen.
Statt mit traditioneller Ölfarbe auf Tafelbildern überzeugt Burri mit informeller Kunst aus unterschiedlichsten Materialkombinationen: für seine meist dreidimensionalen collagenartigen Arbeiten verwendet er z.B. Lack, Teer, Bitumen, Emailfarbe, erhitzte Ölfarbe, Schellack, Vinavil, Bimsstein, Sand, Blattgold, Nägel, Holzfurnier, Papier, Textilien und/oder Kunststofffolie, und das auf eher unüblichen Untergründen wie Eisenblech, Cellotex oder Sackleinen. Statt „nur“ gemalt wird bei Burri vor allem montiert, gebrannt, genäht und geschweißt. Das Ergebnis: meist großformatige individuelle Werke mit dem farblichen Schwerpunkt Weiß – Rot – Ocker – Braun – Schwarz. Wirklich traumhaft und ein absolutes Muss für Liebhaber des Informell! -AEK