Kategorie-Archiv: Ausstellung

„Andy Warhol: CARS“

„Andy Warhol: CARS“
Andy Warhol
MAC – Museum Art & Cars, Singen
26.10.2014 – 20.09.2015

Kleinod nah am Bodensee: Das Singener MAC - Museum Art & Cars zeigt Warhols mit echten Oldtimern
Kleinod nah am Bodensee: Das Singener MAC – Museum Art & Cars zeigt Warhols mit echten Oldtimern

Das Museum Art & Cars in Singen ist in der Tat aus vielen Gründen eine Besonderheit: Zunächst ist es ein Privatmuseum, das ein Sammlerpaar aus Leidenschaft für Oldtimer und Kunst eröffnete. Eröffnen ist jedoch zu wenig gesagt – richtig muss es heißen: erbauen ließ. Was bedeutet, dass hier gleichzeitig ein schönes Stück kleiner, aber sehr feiner Museumsarchitektur entstanden ist (Architekt: Daniel Binder, Gottmading). Dass wir die Warhol-Ausstellung noch sehen konnten, war übrigens ein Glücksfall. Eigentlich sollte sie schon am 17. Mai zu ende gehen, wurde dann aber bis September verlängert. Also los: Ein sehr freundlicher Empfang, einige hilfreiche Worte zur Ausstellung und dann erwartete uns eine wirklich einzigartige Mischung aus Kunst und automobiler Faszination. Zum einen die Warhol Serie „Cars“, die in den 1980er Jahren als Auftragsarbeit des Konzerns mit dem Stern zum 100 jährigen Geburtstag des Automobils entstand, aber aufgrund von Warhols überraschendem Tod unvollendet blieb. Zum anderen werden die 40 gezeigten Werke aus der Daimler Art Collection in einen spannenden Dialog mit ihren realen Vorbildern gesetzt: Ausgewählte historische Automobile der Mercedes-Benz Classic Collection in vollem Glanz! Mein Lieblingsstück neben der 300 SL Coupé Ikone ist übrigens der ebenfalls „flügeltürige“ C 111 Versuchswagen. Den hatte ich schon als kleiner Junge in einer batteriebetriebenen Plastikversion unterm Weihnachtsbaum stehen. Und jetzt präsentiert er sich in Singen gemeinsam mit zwei großformatigen C 111 Warhol Siebdrucken. Wunderbar! Die Ausstellung informiert auch sehr anschaulich und angenehm auf den Punkt gebracht über das Thema Auftragskunst an sich, die Auftragsgeschichte der CARS-Serie und Arbeitstechniken Warhols. Ein feiner Ort mit einer ebenso feinen Ausstellung. Lohnenswert. -MM

„Lothar Fischer“

„Lothar Fischer“
Kunstmuseum Ravensburg
14.02.2015 – 21.06.2015

Perfekt eingebettet in Altstadtmauern: Das Ravensburger Kunstmuseum
Perfekt eingebettet in Altstadtmauern: Das Ravensburger Kunstmuseum

Das Kunstmuseum Ravensburg ist ein Stück aktueller moderner Architektur (Lederer, Ragnarsdottir, Oei Architekten), das sich fast unbemerkt in die historische Altstadt einpasst und trotzdem ganz neu und eigenständig ist. Ein echter Aha-Affekt für den Besucher ist das „Dachgewölbe“ im großen Raum im Obergeschoss, in dem konisch zulaufende gegengleiche Gewölbebögen eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Seit Februar 2015 wird eine Ausstellung des 2004 verstorbenen Bildhauers Lothar Fischer gezeigt, Mitbegründer der Künstlergruppe SPUR und einer der wichtigen Bildhauer der Nachkriegszeit. Die Ausstellung verschafft einen Überblick des Fischer-Kosmos: Kinderzeichnungen(!), informelle Arbeiten, von Pop-Art beeinflusste Werke, späte Großplastiken. Insgesamt werden über 60 Arbeiten des Bildhauers präsentiert und zudem Werken ander Künstler – beispielsweise Asger Jorn – gegenübergestellt. –MM

„Licht Schatten“

„Licht Schatten“
Heinz Mack
Museum Frieder Burda, Baden-Baden
16.05.2015 – 20.09.2015

Schöner Platz für ZERO-Kunst: Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden
Schöner Platz für ZERO-Kunst: Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden

Eine neue Heinz Mack Ausstellung – diesmal in Baden-Baden – „ZERO rulez“! Es ist schon erstaunlich, dass in den letzten Jahren geradezu ein Hype rund um die Künstlergruppe ZERO, namentlich um die Herren Mack, Piene und Uecker entstanden ist. Die Berliner neue Nationalgalerie hat 2014 eine schöne Piene Schau samt „Sky Event“ gezeigt (und leider verstarb Otto Piene in Berlin während dieser Ausstellung), Günter Uecker hat aktuell zum ersten Mal überhaupt im Düsseldorfer K20 eine famose Einzelausstellung und Heinz Mack… Ja, Heinz Mack war zum Beispiel 2011 mit einer meiner Lieblingsausstellungen in der Bundeskunsthalle in Bonn. Mich freut es auf jeden Fall – ich bin immer wieder fasziniert von ZERO. Nun also eine Mack Ausstellung im Frieder Burda Museum in Baden-Baden. Und das passt: Die weiße, kubische Architektur von Richard Meier ist geradezu geschaffen für die Mack’schen Bilder und Installationen rund um Licht und Schatten. Das Gebäude und die gezeigte Kunst sind förmlich miteinander verschmolzen; ich hätte mir beim Anschauen keinen anderen oder gar besseren Platz vorstellen können. Die Sonne scheint, Licht durchdringt den gesamten Museumsbau, die weißen Geländer der Rampen, die die Etagen verbinden, werfen ihre Schatten, Spiegel in den Installationen Heinz Macks nehmen architektonische Elemente wie Lüftungsgitter und Leuchtenlamellen auf, alles wird eins. Oder besser: Das Haus liefert den perfekten Rahmen, um sich auf die Arbeiten von Heinz Mack einzulassen. Ein schöner Ort, eine beeindruckende Ausstellung und dann noch ein Katalog in wirklich bestechender Qualität. Hingehen, anschauen! Heinz Mack wird übrigens am 12. Juni zu einem Künstlergespräch ins Museum Frieder Burda kommen. Wer also Zeit hat: Das dürfte spannend werden! -MM

“Nach dem frühen Tod”

“Nach dem frühen Tod”
Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
21. März bis 21. Juni 2015

Früher Tod und dann? In der Kunsthalle Baden-Baden zeigt eine Ausstellung die vielen Facetten von Rezeption, Kommerz & Co rund um früh verstorbene Künstler
Früher Tod und dann? In der Kunsthalle Baden-Baden zeigt eine Ausstellung die vielen Facetten von Rezeption, Kommerz & Co rund um früh verstorbene Künstler

„Nach dem frühen Tod“ – im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden stehen bildende Künstler aus den letzten beiden Jahrhunderten, die vor ihrem 50. Geburtstag gestorben sind – sei es aufgrund eines natürlichen Todes, eines tragischen Unfalls oder aber durch Selbstmord. Und ganz zu Anfang hängt ausgerechnet ein „Museumsbild“ des in Berlin lebenden (!) Künstlers Thomas Struth. Eine Fotografie, die eine Ausstellungssituation zeigt: Bilder von alten Meistern an den Wänden und Besucher, die die Werke betrachten und fotografieren. Moderne Kunstpräsentation und –rezeption von Werken verstorbener Künstler in einem Kunstwerk dargestellt – ein pfiffiger Einstieg, geht es doch genau darum: Was passiert mit den Arbeiten, (wie) werden sie vermarktet, ist das im Sinne der Künstler, werden sie vielleicht mitsamt ihrem Werk einfach vom Kunstbetrieb beliebig vereinnahmt, welche Faktoren sind möglicherweise dafür verantwortlich? Und dann geht’s so richtig los:

Gezeigt werden Werke von Vincent van Gogh, Albert Weisgerber, August Macke, Wilhelm Morgner, Hermann Stenner, Jackson Pollock, Öyvind Fahlström, Yves Klein, Piero Manzoni, Eva Hesse, Hélio Oiticica, Robert Smithson, Ketty La Rocca, Rudolf Schwarzkogler, Bas Jan Adler, Blinky Palermo, Gordon Matta-Clark, Peter Roehr, Ana Mendieta, Mark Lombardi, Martin Kippenberger, David Wojnarowicz, Félix González-Torres, Francesca Woodmann, Keith Harring, Christoph Schlingensief, Jean-Michel Basquiat, Annette Wehrmann, Absalon, Jason Rhoades, Michel Majerus, Ján Mancuska, Dash Snow.

Allein diese Aufzählung zeigt deutlich: Nur einige der dort vertretenden Protagonisten sind auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt – von den meisten hat man noch nie etwas gehört geschweige denn ein Kunstwerk gesehen. „Nach dem frühen Tod“ bringt hier ein wenig Licht ins Dunkel. So zeigt die Ausstellung nicht nur Werke der jeweiligen Künstler, sondern präsentiert dazu auch eine kurze Abhandlung über deren Leben, Sterben und nicht zuletzt über die „posthume Vermarktung“ – sofern vorhanden. Das Ergebnis: Eine gelungene Mischung aus vielfältiger Kunst unterschiedlichster Stilrichtungen und spannendem Hintergrundwissen.

Und auch die in einigen Vitrinen präsentierten Merchandise-Artikel – u.A. die Vincent-van-Gogh-Kaffeetasse des Ausstellungsplakates – bereichern die Ausstellung. Denn auch die machen klar: Nicht nur die Kunst selber wird vermarktet – „Ruhm“ spiegelt sich auf dem Kunstmark heutzutage auch in ganz profaner Form wider. Aber Vincent hätte ja vielleicht auch gar nichts dagegen gehabt…

Zum Abschluss noch ein kleine Beichte meinerseits: Zugegebenermaßen war es eigentlich das Museum Frieder Burda, das uns nach Baden-Baden getrieben hat (s.a. den Beitrag „Heinz Mack, Licht Schatten“). Unser spontaner Besuch seines eher unscheinbar wirkenden Nachbarn – beide Häuser sind über eine gläserne Brücke miteinander verbunden – hat jedoch mal wieder gezeigt, dass auch für Ausstellungsorte gilt „Don´t judge a book by its cover!“. Und dann sollte man auch nicht verpassen, eine kleine Rast im von Enzo Mari designten Café einzulegen! -AEK

„Rotterdam in the Picture“

rotterdamInThePicture
Broschüre zu aktuellen Ausstellungen im Nederlands Fotomuseum – auf dem Cover des Bildbandes „Exactitudes“

„Rotterdam in the Picture – 175 Jahre Fotografie in Rotterdam“
Nederlands Fotomuseum, Rotterdam
24.01.2015 – 17.05.2015

Die große Ausstellung rund um Fotografie in Rotterdam haben wir uns am 15. Februar angeschaut. Da geben sich Reportage, Kunst, Geschichte und Stadtentwicklung ein Stelldichein. Und – wie nicht anders zu erwarten – die Anzahl der gezeigten Künstler und Arbeiten ist immens. Das ganze ist also nicht nur interessant für Rotterdam-Fans, sondern auch und gerade Foto-Freunde kommen auf ihre Kosten. Viele der ausgestellten Fotografien haben mir sehr gefallen. Herausstellen möchte ich drei Arbeiten des Gespanns Ellie Uyttenbroek und Ari Versluis. Schon seit vielen Jahren arbeiten die beiden an dem Projekt „Exactitudes“, bei dem sie Portraits von jeweils 12 Personen, angeordnet in einem 3×4 Raster, zusammenfassen. Die gezeigten Menschen sind jeweils einem bestimmten gemeinsamen „Typus“, einer Art sozialen Gruppe zugeordnet, sie kleiden sich auffällig ähnlich und werden pro Serie stets in der gleiche Pose abgelichtet. In der Ausstellung gezeigt wurden die „Neighbours“, „Moroccies“ und „Gabberbitches“. Am besten selber anschauen. Das geht übrigens auch sehr gut zu Hause: Zum Gesamtprojekt gibt es eine schöne Website! Und im Museumsshop habe ich auch noch den Bildband „Exactitudes“ gefunden, in dem sich unzählige dieser „Typologien“ finden. Das ist eine echte Empfehlung – viel Spaß beim anschauen und erforschen der Bilder garantiert! Das Buch ist (englischsprachig) in der aktuellen Auflage im Dezember 2014 erschienen bei Nai010 Publishers. -MM

„La La La Human Steps“

LaLaLa-HumanSteps
Kunst zeigt Leben – Ausschnitt der Einladung mit einer Arbeit von Inez van Lamsweerde & Vinoodh Matadin

„La La La Human Steps – 100 Kunstwerke & 4 Tanz-Duette in Rotterdam“
Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam
07.02.2015 – 17.05.2015

Kunst ist keine Fiktion. Das Leben, unser Leben, wird in der Kunst reflektiert. Das ist das Thema der Ausstellung „La La La Human Steps“, in der – Untertitel est omen 😉 – 100 Kunstwerke gezeigt werden, quer durch Epochen, Stile und Techniken. Zeichnungen, Videos, Fotografie, Malerei, Installationen von vielen bekannten Namen wie Éduard Manet, Cindy Sherman oder Bill Viola geben einen Einblick – ja, genau: ins Leben. Sehr beeindruckt hat mich eine Arbeit der finnischen Künstlerin Salla Tykkä. Ein vierminütiger Schwarzweißfilm eines Boxkampfes zwischen einer schlanken, drahtigen jungen Frau und einem massigen, großen, klar älteren Mann. Der beginnt mit einer englischen Texteinblendung, in etwa „Ich wollte einen Film über meine Mutter machen, aber musste ständig an meinen Vater denken.“ Tochter und Vater im Ring. Ein ungleicher, aber scheinbar doch nicht unfairer Kampf. Geschwindigkeit, Wildheit, Weiblichkeit gegen Größe und Masse. Und dann, vom Betrachter nicht zu sehen, scheint auch die Mutter die Szene zu betreten: Eher fröhliche Orchestermusik überdeckt dem Kampf, die Boxer verlassen den Ring schließlich zusammen.

Wenn man dann noch etwas Glück hat, darf man auch eines der Tanz-Duette erleben. Und wir hatten Glück. Zwei Tänzer des berühmten Rotterdamer Scapino Balletts tanzten mitten in der Ausstellung zu Musik von Lou Reed und John Cale. Und weil das wirklich großartig war, versuchten wir, noch Restkarten für die Scapino Gesamtaufführung von „Songs for Drella“ am gleichen Abend in der Schouwburg zu besorgen. Nochmals Glück gehabt: Das hat geklappt! Die Hommage an Andy Warhol, zum Großteil bestehend aus Musik des gleichnamigen Albums von Reed und Cale, wurde choreographiert von Marco Goecke und Ed Wubbe. Absolut lohnend – und noch bis Mai 2015 in den Niederlanden auf Tour! -MM

„Rundgang 2015″

Hereinspaziert - um 11 Uhr ist noch gutes Durchkommen am Haupteingang der Düsseldorfer Kunstakademie. Zwei Stunden später wird die Schlange 150 Meter lang sein.
Hereinspaziert – um 11 Uhr ist noch gutes Durchkommen am Haupteingang der Düsseldorfer Kunstakademie. Zwei Stunden später wird die Schlange 50 Meter lang sein.

“Rundgang 2015”
Kunstakademie Düsseldorf
04.02.2015 – 08.02.2015

Alle Jahre wieder heißt es an der Düsseldorfer Kunstakademie „Türen auf“ – der Rundgang startet. Professorinnen und Professoren wählen Arbeiten der Studierenden ihrer Klassen aus und die gesamte Akademie wandelt sich zum Ausstellungshaus mit einer Art Leistungsschau. Das ganze hat sich über Jahrzehnte hiweg zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt – im letzten Jahr wurden sage und schreibe 45.000 Besucher gezählt.  Und so hat der Rundgang auch durchaus verschiedene Seiten: Zeitweise schieben und drängeln sich die Massen förmlich durch einen Raum nach dem nächsten. Das Angebot an Malerei, Skulptur, Bildhauerei, Fotografie, Video…. ist wahrhaft riesig, vielleicht auch schon ein wenig erschlagend. Und natürlich scheinen es viele Neugierige vor allem zu genießen, hier einen Blick hinter die Kulissen zu werfen (oder, wie in einem Kommentar des Künstlers Lars Julien Meyer zu lesen war, einen „kostenlosen Zoobesuch“ mitzumachen). So oder so: Der Rundgang bietet immer wieder Überblick, Inspiration, spannende Leute und auch die Möglichkeit, sich mit  Künstlern auszutauschen. Man muss sich nur trauen – ansprechen hilft… Vielleicht ein guter Besucher-Vorsatz fürs nächste Jahr!? — MM

„Nuhr um die Welt“

„Nuhr um die Welt“
Dieter Nuhr
Fotografie
Museum Ratingen
29.01.2015 – 07.06.2015

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Das macht nun wirklich Freude! Vergessen wir mal einen Augenblick den berühmten Kabarettisten (was ich eigentlich auch nur ungern mache) und schauen uns die Fotos an, die Dieter Nuhr produziert. Toll – der Mann ist ein exzellenter Fotograf. Motive aus vielen Winkeln der Welt, zumeist ohne Personen zu zeigen, häufig streng grafisch komponiert. Der größte Teil der Bilder wird als C-Prints auf Stoff (!) präsentiert, was den Fotos tatsächlich eine immense Tiefe verleiht. Lieber Dieter Nuhr, ich möchte gerne noch viel mehr davon sehen! Absolut lohnenswert – der Besuch im Museum Ratingen ist ein echter Tipp. Für 20 Euro gibt es zudem auch einen schönen Katalog. — MM

„City on Car“

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„City on Car“ Einladungskarte

“City on Car”
Werner Barfus
Fotografie
Museum Ratingen
24.09.2014 – 01.02.2015

Die Ausstellung „City on Car“  nimmt gerade noch das „Duesseldorf Photo Weekend 2015″ – und damit den Start der Dieter Nuhr Ausstellung am gleichen Ort – mit, was nochmals für einen kleinen Besucherschub für die Werke von Werner Barfus im Museum Ratingen sorgen dürfte. Barfus fotografiert Stadtansichten, die sich in Automobilen spiegeln. Die Bilder – allesamt in quadratischem Format – sind spannend, verleiten oft zur Suche (was sehe ich da eigentlich gerade?), machen aber auch besonders viel Spaß, wenn man sie als abstrakte Fotografien anschaut. Eine kleine, feine Ausstellung! — MM

 

„Branching out“

“Branching out. Positionen zur Natur“ branching-out-ratingen
Oswald Achenbach, Thomas Schütte, Martin Schwenk und Thomas Struth
Zeichnung, Druck, Skulptur, Fotografie
Museum Ratingen
26.09.2014 – 08.02.2015

Vier Künstler, verbunden durch ein  Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie (wobei Achenbach als Vertreter des 19. Jahrhunderts 3 aktuellen Zeitgenossen gegenübersteht), beobachten die Natur und finden ihre ganz eigenen Darstellungswege dieses Themas. Filigrane Zeichnungen Achenbachs, direkt mit Pflanzen hergestellte Drucke Schüttes, an Pilze und allerlei Gewächse erinnernde raumgreifende Skulpturen Schwenks und schließlich – schönes Wiedersehen – Fotografien, „Urwald-„, „Paradiesbilder“ von Struth. Toll, was das kleine Ratinger Museum auf die Beine stellt! — MM